Schwarzweißvergleich: Limbo und Monochroma

Gepostet am 6. September 2014 von Minkitink, 0 Kommentare

Limbo und Monochroma sind zwei Spiele, die mich besonders wegen ihrer außergewöhnlichen Grafik angesprochen haben. Da mir aber jetzt solche Adventures nicht unbedingt liegen, war ich unschlüssig, ob ich eines der beiden doch mal durchspielen sollte. Ich habe dann vor Kurzem entdeckt, dass es für beide Spiele eine Demoversion gibt und das war die Gelegenheit für einen kleinen Test.

Ich beschreibe deshalb auch nur, was mir in den Demos aufgefallen ist und welches Spiel mir persönlich danach besser gefällt. Das ist aber, wie immer, Geschmackssache. Beide Demos sind auf Steam erhältlich und Ihr könnt sie selbst einfach einmal ausprobieren.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Stories:

Limbo

In Limbo wache ich in einem großen Wald auf. Keine Vorgeschichte, keine Einleitung, ich laufe einfach los. Anscheinend bin auf der Suche nach meiner Schwester, was ich aber nicht wirklich erzählt bekomme. Im Wald lauern tödliche Gefahren und Hindernisse, die ich nun mit einigem Geschick und viel Kombinationsgabe umgehen muss.

limbo

Monochroma

Die Story von Monochroma entführt mich erst einmal in eine ländliche Gegend und ich spiele den älteren zweier Brüder. Beim Spielen brechen wir leider durch ein Dach und mein kleiner Bruder wird verletzt. Nun muss ich ihn tragen und in Sicherheit bringen. Dabei gerate ich erst einmal in ein Industriegelände und muss mir auch hier die Wege erklettern und errätseln.

monochroma

Beide Spiele sind 2D-Platformer, d.h. ich kann mich nur nach links und rechts bewegen. Ich kann in beiden Spielen laufen, klettern, springen oder an Seilen schwingen und unterschiedliche Gegenstände kann ich ziehen oder schieben. Von den Interaktionen ähneln sich beide Spiele sehr und die Steuerung ist nahezu identisch.

Die Besonderheit bei Monochroma ist, dass ich meinen kleine Bruder immer mittschleppen bzw. zwischendurch absetzen und wieder hochheben muss. Wenn ich ihn trage, behindert mich das aber nicht in der Fortbewegung.

Da ich beide Spiele ja nur kurz angespielt habe, kann ich nur wenig zur Schwierigkeit der Rätsel sagen. Für mich sieht es aber so aus, als ob sie beide ähnlich kniffelige Herausforderungen bieten.

Während ich Monochroma eher dabei bin, mir einfach einen Weg durch Fabrikhallen, Bahngelände oder Sägewerke zu bahnen, gibt es in Limbo wirklich tödliche Fallen, die nur darauf warten, mir das Leben schwer zu machen. Es ist nicht so, dass ich in Monochroma nicht sterben kann (extra für Euch ausprobiert), aber dann nicht durch extra aufgestellte Fallen. Jedenfalls hatte ich den Eindruck, dass Limbo hier doch ein wenig heftiger ist. Limbo ist deswegen wahrscheinlich auch erst ab 16 Jahre freigegeben, während Monochroma eine Freigabe ab 12 Jahren hat.

Die Grafik ist ebenfalls bei beiden Spielen außergewöhnlich. Schwarzweiß dominiert, Monochroma streut hier und da aber noch ein paar rote Akzente ein. Wirklich scharf gezeichnet ist nur das eigentliche Geschehen, der Hintergrund ist oft vernebelt und unscharf, was bei beiden Spielen eine gewisse mystische und unheimliche Atmosphäre schafft.

Die Spieldauer kann ich natürlich nicht beurteilen, aber bei Limbo ist man wohl mit gut 5 Stunden dabei, bei Monochroma hat man ein bis zwei Stunden mehr Spielspaß.

Es fällt mir schwer, hier wirklich eines der beiden Spiele zu favorisieren, wahrscheinlich würde ich aber zu Limbo greifen. Das Spiel hat zusätzlich zu den kniffeligen Puzzles noch einen gewissen Nervenkitzel. Außerdem ist es bereits für ca. 10 EUR zu haben, manchmal auch günstiger, während Monochroma das Doppelte kostet.

 

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